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      <marc:subfield code="a">Ökonomie der Angst</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="b">die Rückkehr des nervösen Zeitalters</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="c">Oliver Rathkolb</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Karl Krendl; #Eine umfassende Analyse der Lage Europas vor dem Hintergrund der Situation um 1900. (GE)#Häufig wird in Europa ein Vergleich zwischen der Jetztzeit und dem »Zeitalter der Nervosität« (J. Radke) rund um 1900 gezogen, das, angetrieben von einem rasanten technologischen Wandel (»Erste Turboglobalisierung«), gekennzeichnet war von Überforderung, Erschöpfung sowie Zukunftsängsten vieler Menschen  und mit dem Ersten Weltkrieg blutig endete. Der Zeithistoriker Oliver Rathkolb geht im vorliegenden Band, ausgestattet mit einer exzellenten und umfassenden historischen Expertise, dieser Einschätzung nach.#Seine durch zahlreiche Beispiele gestützte Grundthese lautet, dass wir uns heute »in einer durchaus vergleichbaren Situation befinden«, die durch die digitale Revolution und eine atemberaubende Globalisierung seit Mitte der 1980er-Jahre (»Zweite Turboglobalisierung«) befeuert wurde, wobei Europa in der Entwicklung zurückblieb und zwischen den USA und China zerrieben zu werden droht. Die daraus resultierenden Abstiegsängste werden mit dem Ruf nach einem »starken Mann« beantwortet, inklusive Autoritarismus und Demokratieabbau. Rathkolb schließt zwar einen neuen Weltkrieg aus, befürchtet aber nationalistische Wirtschaftskriege, die autoritären Regimen den Weg bahnen würden. Angesichts des eher tristen Befundes zieht er aus diesen Erkenntnissen für Europa den Schluss, dass es sich nach neuen Partnern in der Welt umsehen, die parlamentarische Demokratie und Menschenrechte hochhalten sowie die politische Apathie seiner Bürger*innen (Wahlen!) überwinden müsse.#Sehr erhellend! Bei der Lektüre des großzügig aufgemachten und mit gut gewählten Bilddokumenten versehenen Bandes besteht allerdings die Gefahr, dass man bei der in angenehmem Erzählstil vorgetragenen Fülle von Beispielen und Argumenten leicht den roten Faden sowie den Zusammenhang mit der Ausgangsthese verliert.</marc:subfield>
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