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      <marc:subfield code="a">1920er Jahre</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="b">die letzten großen Ferien ; Roman</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="c">Madeleine Bourdouxhe. Mit einem Nachw. von Faith Evans</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Eine Jugend im Belgien der 1920er Jahre. (DR)   Madeleine Bourdouxhe, die mit Jean Paul Sarte und Simone Beauvoir befreundet war, ist 1996 gestorben. Ihr Werk erlebt nun eine Renaissance, die längst fällig war. "Gilles" Frau" und "Auf der Suche nach Marie" sind ihre bekanntesten Romane, aber auch ihr Romandebut "Vacances" ist literarisch bemerkenswert. Junge Menschen in einer namenlosen Stadt in den 1920er Jahren haben Träume und stellen Ansprüche ans Leben, sie scheitern, resignieren, arrangieren sich. Wie Fremde wirken sie auf den Leser, und auch wenn sie als Freunde dargestellt werden, so ist jede/r für sich wie eine einsame Insel. Ein junger Musikstudent nimmt sich das Leben, weil ihm die große Komposition nicht gelingen mag, eine ungewollte Schwangerschaft  zwingt zur herkömmlichen Lösung der Eheschließung, der Weg nach Paris bleibt im ziellosen Herumtreiben in der Heimatstadt stecken. Schicksale, die wie im Vorübergehen flüchtig erzählt werden, Begegnungen scheinen wie zufällig und austauschbar und hinter einer oberflächlichen Leichtigkeit verbirgt sich doch eine Schicksalsschwere, die von den Ereignissen der Weltgeschichte, die niemals beim Namen genannt werden, bestimmt sind. Sprachlich beeindruckt Bourdouxhe mit klaren Satzkonstruktionen, einer Wortwahl, die bewusst auf die Wirkung einfacher Wörter setzt. Sie vertraut der Kraft der Assoziationen, sie deutet an und lässt offen. Die Leerstellen besetzt der Leser und es fällt ihm nicht schwer. Der Titel ist Programm: Einerseits bewegen sich die jungen Protagonisten/innen wie Küken vor dem Flüggewerden, die letzten Ferien, bevor der Ernst des Lebens beginnt, andererseits befinden sie sich wie in einem Vakuum, alles scheint "vakant", offen zu sein. Mutig, dass eine Autorin bereits Mitte der 1930er Jahre so offen über Abtreibung und Wünsche der Frauen spricht. Emanzipatorisch mag man das Bestreben der Autorin nennen, Frauenliteratur im eingeschränkten Sinn liefert Bourdouxhe aber nicht. Das Nachwort von Faith Evans ist aufschlussreich. - Diese Autorin sollte in keiner Bibliothek fehlen.  *bn* Martina Lainer</marc:subfield>
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