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      <marc:subfield code="a">Quelle: 1001 Buch (http://www.1001buch.at/); #Autor: Simone Kremsberger; #Rezension: Keiner bleibt zurück: Mit dieser Vorgabe fordert der Lehrer Berisha seine Schüler:innen auf, ein Moorgebiet zu überqueren. Alle müssen zusammenhalten, niemand darf nasse Füße bekommen. Die Lektion in Sachen Gemeinschaft gelingt. Und wie der Titel verspricht, geht es auch im weiteren Verlauf des Jugendbuches um die Themen Solidarität und Aufbruch.#Die Schweizer Autorin Michèle Minelli hat dafür die Form eines Erzählreigens gewählt. Dreizehn Schüler:innen einer Klasse blicken auf die formenden Jahre in der Oberstufe zurück und berichten von den prägenden Veränderungen, Ängsten und Wünschen, die ihr Leben an der Schwelle zum Erwachsensein formen. Minelli lässt die Jugendlichen aus der Ich-Perspektive erzählen und schaltet zwischen die einzelnen Kapitel kurze Schreibübungen der Protagonist:innen. Denn der engagierte Berisha schätzt nicht nur Gemeinschaftserlebnisse und gesunde Ernährung, sondern auch »schreiben, schreiben, schreiben«.#Wie die Autorin in ihrer Danksagung verrät, wurden die Figuren in Schreibwerkstätten gemeinsam mit realen Schulklassen entwickelt. Dieser partizipative Ansatz spiegelt sich in der Authentizität und Dichte der Erzählung wider.#Alle Protagonist:innen beschäftigt ihre Zukunft: Was soll ich aus meinem Leben machen? Welchen Berufsweg soll ich einschlagen? Wie löse ich mich von den Vorstellungen meiner Familie und Freunde? Einige Figuren stechen besonders hervor: etwa Tekkie, der reiche Sohn, dessen ¬Vater wegen Betrugs ins Gefängnis wandert. Oder die blitzgescheite Blerta, die selbstbewusst ihren Weg plant. Oder Liv, die sich nach dem Tod ihres Vaters einen imaginären Freund zugelegt hat. Andere hinterlassen ¬weniger Eindruck, und manchmal fällt es schwer, beim Lesen der aufeinander folgenden Monologe den Überblick über die vielen Personen und Geschichten zu behalten. Eine zweite Lektüre erweist sich hier als hilfreich und belegt zudem die Genauigkeit der Autorin, die in die einzelnen Texte subtile Hinweise auf das weitere Geschehen einwebt und so ein vielstimmiges Erzählpanorama aus unterschiedlichen Perspektiven entstehen lässt.## ---- #Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Bettina Huber; #Jugendroman im Stil von Own-Voice. (ab 14) (JE)#Dreizehn Teenager stehen im entscheidenden Schuljahr vor dem Wechsel ans Gymnasium oder dem Antritt einer Lehrstelle. Angst, Druck und Selbstzweifel sind ihre Begleiter, die Eltern machen es nicht leichter: Erwartungsdruck auf der einen, Vernachlässigung auf der anderen Seite. Oder die Lage ist aus anderen Gründen schwierig: Roberts Vater wird beispielsweise wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung verhaftet; Finns Vater ist gar nicht sein Vater; die Eltern von Flora sind im Dauerstreit und merken nicht mal, dass Elodie heimlich bei ihnen übernachtet  jene Elodie, die gerne gratis Schminke shoppen geht. Lehrer Berisha glaubt an die Kinder, kann sie aber nicht vor sich selber schützen ...#Michèle Minelli hat mit fünf Schulklassen die Protagonisten dieses Romans entwickelt. Sie erzählen alle aus der Ich-Perspektive über denselben Zeitraum, wobei die verschiedenen Stimmen in einer Art Reigen nacheinander angeordnet sind. Inhaltliche Klammer bilden zwei Ausflüge in einen Auenwald, von denen einer zu Beginn und einer am Ende der gemeinsamen Schulzeit steht. Die Texte sind spröde und voller Sprünge, man ist gezwungen, sich den Inhalt zusammenzupuzzeln. Happy End gibts keines, aber ein Ziel, das am Ende alle erreicht haben. Schroff. Schön.## ---- #Quelle: STUBE (http://www.stube.at/); #Seitenweise 2025#Die Schulwahl ist ein Knackpunkt im Leben von Jugendlichen. In reigenartigem Erzählduktus kommen hier Stimmen zu Wort, die in unterschiedlichen familiären und sozialen Konstellationen verortet sind: Tekkie, dessen luxuriöse Feier zu seinem vierzehnten Geburtstag von Polizeibeamten gecrasht wird, weil der Vater wegen Steuerhinterziehung verhaftet wurde; Flora, die Rapperin werden will, oder die verloren wirkende Liv, die weiß, dass es Zeit wird, ihren imaginären Freund zu verabschieden. Zwischen den aus der jeweiligen Ich-Perspektive erzählten Passagen werden Sequenzen eingeflochten, die die Erzählstimmen mit ihrem Lehrer verfasst haben, sodass ein dichtes, bisweilen irritierendes, immer aber authentisches Kaleidoskop jugendlicher Lebenswelten entsteht.</marc:subfield>
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