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      <marc:subfield code="a">Ein Herz und viele Kronen</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Hat das Leben der Kaiserin Maria Theresia für uns und unsere Kindern eigentlich heute noch eine Bedeutung? Diese Frage habe ich mir durchaus gestellt, als ich anfing in dem Buch von Brigitte Hamann zu schmökern. Und mit jeder Zeile, die ich las, war ich mehr in den Bann des Geschehens geschlagen.   Denn Hamann beschränkt sich nicht darauf, einfach bloß das Leben dieser Kaiserin für Kinder nachzuerzählen. Statt dessen gelingt es ihr, ihre jungen und alten Leser jeden Geschlechts nicht nur in das 18. Jahrhundert mitzunehmen, sondern auch in die Situation Maria Theresias zu versetzen: Jener Prinzessin, die eigentlich niemand als zukünftige Kaiserin sah, weil alle davon ausgingen, dass ein Mädchen doch nicht regieren kann. Ich gestehe gerne ein, dass mir die feministische Vorbildfunktion von Maria Theresia durchaus entgangen war - und ich die Person nun, nach Lektüre dieses Buches, mit anderen Augen betrachte.   Sehr schnell wird deutlich, dass die Autorin von Maria Theresia nicht nur fasziniert ist, sondern ihr mit großer Sympathie gegenübersteht. Dabei verschweigt sie aber auch die unangenehmen Charakterzüge der Kaiserin nicht, weder ihre zunehmende Strenge und Verhärtung noch ihre diskriminierende Politik gegenüber allem Nicht-Katholischen. Die gütige Herrscherin trat nach und nach in den Hintergrund, während die überzeugte und rigorose Katholikin sich in der Politik nach vorne drängte. Andere Charakterzüge blieben aber über die Zeit gleich, so ihre Ablehnung des Krieges um eines Gewinnes willen. Am Ende bleibt Maria Theresia in Erinnerung als eine Frau, die den Mut hatte, mit Konventionen zu brechen und auch gegen Widerstände ihren eigenen Weg zu gehen - kein ganz schlechtes Vorbild. Und Hamann ist mit der Lebensschilderung dieser Frau ein Mutmachbuch gelungen, das für Jungen und Mädchen gleichermaßen spannend ist.  *BS* Jost W. Kramer</marc:subfield>
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