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      <marc:subfield code="c">Marco Kunst. Aus dem Niederländ. von Rolf Erdorf. Mit Bildern von Philip Hopman</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Hildesheim</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); &lt;br/&gt;Autor: Notburga Leeb; &lt;br/&gt;Marius ist ein etwas unsicherer Junge. Sein großer Bruder Pieter spielt gerne Fußball und gibt sich Allüren am Rande der Pubertät, während Marius sich lieber mit dem Opa an den Strand geht und ihm zuhört. Auch die anderen Kinder sind ihm eher suspekt, besonders einer, den alle Vogelkacke nennen. Langsam findet Marius heraus, dass dessen Geschichte und die seines Großvaters zusammenhängen.&lt;br/&gt;Während die Eltern weder Zeit noch Interesse für Marius haben und nur verärgert sein sonderliches Verhalten konstatieren, findet Opa einen direkten Kontakt zu dem Jungen. Allerdings bringt erst der Tod des Großvaters Bewegung in Marius Leben: Er wird die alten Geschichten des Großvaters zu Ende bringen und mit dem selbstgebastelten Drachen einen Aufbruch in ein neues Leben wagen. Zumal Opas Tod auch den Vater wieder hellhöriger für seinen jüngeren Sohn gemacht hat &lt;br/&gt;Marco Kunst erzählt eher langsam, mit einigen Seitensträngen, die erst über Umwege zur Handlung beitragen. Marius erscheint als leicht depressiver, zurückgezogener Junge, der mit seinen Problemen und Fragen von seinen Eltern weitgehend alleingelassen wird. Auch die Illustrationen in Schwarz und Grau bleiben vorsichtig und auf Distanz.&lt;br/&gt;Fliegen  das findet hier auf mehreren Ebenen statt: Die Möwen ziehen ihre Runden über dem Wasser, Marius Vater ist Pilot und berufsbedingt ständig in der Luft unterwegs, fliegen kann man hier über Treppen genauso wie man dem Flug eines Kometen zusieht. Auch in einer Badewanne voller Salzwasser hat Marius den Eindruck, zu fliegen. Am Ende aber fliegt der Drache, den Marius ganz allein gebaut hat, nicht schlecht!&lt;br/&gt;Die Atmosphäre an der Nordsee, mit Wind, Wellen und Dünenlandschaft passt sehr gut sowohl zum Thema Fliegen als auch zu diesem verlorenen kleinen Jungen. Dass allerdings ausgerechnet der schüchterne Marius sich daran wagt, alte Rechnungen zu begleichen, überrascht. Die Aufforderung Flieg! wird er sich wohl noch des Öfteren selber zurufen müssen &lt;br/&gt;&lt;br/&gt; ---- &lt;br/&gt;Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); &lt;br/&gt;Autor: Birgit Stessl; &lt;br/&gt;Ein gefühlvolles Buch über die Macht der Vergebung und den großen Mut, um diese zu bitten. (ab 12) (JE)&lt;br/&gt;Der kleine Träumer Marius wird von allen nur Maus genannt, seine Eltern und sein Bruder Pieter nehmen ihn nicht ernst und haben kein Ohr für ihn. Deswegen ist Marius am liebsten bei seinem Opa, der ihn versteht und ihn außerdem bei seinem richtigen Namen nennt. Zusammen gehen sie an den Strand, lassen Drachen steigen und erleben die schönsten Abenteuer. Marius' Großvater ist immer für ihn da und hört sich seine Probleme an. Auf dem Weg zu seinem Haus liegt eine Klinik, in der ein Mann mit großen Händen lebt und Marius mit unheimlichem Blick anstarrt, wenn er daran vorbeigeht. Auch seinem Opa ist bei dessen Anblick unwohl. Dies hat aber einen anderen Grund...&lt;br/&gt;Die Geschichte des Großvaters aus Jugendtagen droht sich bei Marius zu wiederholen. Der alte Mann merkt, dass er Marius ein Vorbild sein muss, damit es nicht dazu kommt. In Form eines Briefes bittet der Großvater schließlich um die längst fällige Entschuldigung und um Vergebung.&lt;br/&gt;Marius ist gerade dabei, den Kinderschuhen zu entschlüpfen. Das Drachenfliegen steht hierbei symbolisch für sein Erwachsenwerden und Loslassen. Die skizzenhaften und sehr einfach gehaltenen Illustrationen von Philip Hopman unterstreichen die Geschichte wunderbar und bringen das jeweilige Geschehen bildlich auf den Punkt.&lt;br/&gt;Das Buch eignet sich bestens zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen - was ratsam ist, da der Autor viele sehr nachdenklich stimmende Themen wie Angst, Schuld oder Tod anspricht, die man mit einem Kind anschließend näher besprechen kann. Bestens beraten sind auch alle Erwachsenen mit dieser Geschichte, die zeigt, dass man einen einmal begangenen Fehler nicht ungeschehen machen kann, man aber dennoch selbst entscheiden kann, wie der Weg weitergeht.</marc:subfield>
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