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      <marc:subfield code="a">Wie Kinder wieder wachsen</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Der Umgang mit Elternschaft und Erziehung wird nirgends gelehrt. Wie eine leistungsunabhängige Liebe in unseren Zeiten möglich ist. (PN) Eltern agieren heute unter schwierigen Ausgangsbedingungen. Die Autorin, selbst Mutter von vier Kindern, ist überzeugt, dass Erziehung und Konditionierung eines Menschen bereits, lange bevor er/sie zu sprechen beginnt, einsetzen. Kinder können nicht anders - sie ahmen ihre Bezugspersonen und deren Verhalten nach; sie haben keine anderen Vorbilder. Am Ende einer fundierten wissenschaftlichen Einführung wird überzeugend erklärt, dass unsere - kindlichen - Beziehungserfahrungen unser Gehirn formen und dass Beziehungsfähigkeit nicht eine Frage der Gene ist. Eine besondere Rolle in der Beziehungsfrage kommt heute vor allem den Medien - allen voran dem Fernseher - zu. Wenn das menschliche Gehirn durch Vor-Leben und Vor-Bilder geformt ist, ist eine genaue und verantwortungsbewusste TV-Regelung bedeutsam. Rambo und Co., gewaltträchtige Computerspiele usw. können zu späteren unerwünschten Verhaltensweisen führen: Virtuell üben - real morden! Zeitmangel innerhalb einer Familie, Stress der berufstätigen Eltern, Scheidung - all das sind (wenn unreflektiert "gelebt") weitere eminente Störfaktoren für heranwachsende Seelen, die Narben in der Persönlichkeitsstruktur hinterlassen. Gerne wird in diesem Fall autoritär über die Köpfe der Kinder hinweg entschieden - das ist für die Eltern und das Zeitmanagement angenehmer - doch für die kindliche Entwicklung ist Autorität keine alternative Erziehungsmöglichkeit. Wenn dann Eltern noch selbst auf einem Ego-Trip ihren Platz in der Welt suchen, bleibt für den Nachwuchs kaum noch Zeit bzw. aktive Zuwendung übrig. Das Buch weist auf viele Gefahrenquellen für die Erziehung in unserer heutigen Welt hin, aber es macht dadurch auch Mut, sich den Herausforderungen zu stellen. Die Quintessenz des Buches ist deutlich: Wir leben in keiner schlechten Welt, wir müssen uns nur an sie anpassen - und zwar sehr schnell. *bn* Susanna Schrampf</marc:subfield>
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