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      <marc:subfield code="a">Vielschichtige Familiensaga mit aktuellen gesellschaftlichen Bezügen im Setting einer verwunschen anmutenden Moorlandschaft. (DR) Ein altes Haus in einer norddeutschen Moorlandschaft, in der Nähe des bekannten Künstlerortes Worpswede, ist der Schauplatz dieses Romans. Dort, bei seinen Großeltern, sucht Elias am Beginn der Sommerferien Zuflucht: Er hat sich dermaßen schuldig gemacht, dass er nur weg will - von seiner Mutter, der Schule und dem Fußballverein. Was Elias zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Auch seine Großmutter Cato hat sich vor 25 Jahren hierher geflüchtet, gemeinsam mit seiner Mutter Kira. Die Malerin Ellida hatte ihr Haus der ihr unbekannten Enkelin Cato vererbt, und der Zeitpunkt hätte nicht günstiger sein können. Neben Ellidas Gemälden sind Cato und Kira vor allem von einem alten Wandteppich im Haus fasziniert, der noch weiter zurück in die Geschichte weist: Im 18. Jahrhundert wurde in der Gegend Torf abgebaut und die alteingesessenen Moorbauern fürchteten um ihre Existenz, als die Regierung armen Neuankömmlingen Moorland zur Verfügung stellte, um es zu entwässern und darauf ihr eigenes Haus zu bauen - innerhalb eines Jahres und unter katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Der mysteriöse Wandteppich bedeutet für Cato und Kira eine willkommene Ablenkung von ihrer aktuellen Situation und stellt sich als Schlüssel heraus für ein Geheimnis, das die beiden im Moorsee entdecken. Viele Jahre später ist auch Elias fasziniert von dieser Landschaft; noch mehr allerdings von dem, was er über seine Familie erfährt und letztlich über sich selbst. Ein sehr gut geschriebener und klug aufgebauter Pageturner mit raschen Perspektivwechseln auf drei Zeitebenen rund um ein seit Jahrhunderten brisantes Problem: Männer und ihr vermeintliches Recht auf Macht. Und nein, trotz des Verhaltens von Sven, Stoffer und Co - die Autorin betreibt kein Männerbashing. Der spannende und atmosphärisch dichte Roman verdient viele Leser*innen und ist ein Gewinn für jede noch so kleine Bibliothek.</marc:subfield>
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