Österreich  > Tirol  > Imst

Bibliothek der KPH Edith Stein, Hochschulstandort Stams

Kontakt und Öffnungszeiten

Einfluss des Trinkverhaltens auf die koordinativen Fähigkeitenten von Volksschulkindern

Bezeichnung Wert
Titel
Einfluss des Trinkverhaltens auf die koordinativen Fähigkeitenten von Volksschulkindern
Verfasserangabe
BEd Fuchs ; Priv.-Doz. HS-Prof. Markus Posch BEd BSc MSc PhD. Maria do Carmo Greier BSc MSc PhD
Medienart
Sprache
Person
Reihe
Ort
Stams
Jahr
Umfang
71
Schlagwort
Annotation
Zusammenfassung:<br/>Hintergrund: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr spielt eine entscheidende Rolle für<br/>die Aufrechterhaltung der körperlichen als auch kognitiven Leistungsfähigkeit von Kindern.<br/>Trotz der Bedeutung eines ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalts für die Gesundheit<br/>gibt es bislang nur wenige Studien, die untersuchen, wie das tägliche Trinkverhalten von<br/>Kindern ihre motorische Koordination beeinflusst. Angesichts zunehmender Besorgnis<br/>über den unzureichenden Wasserkonsum und den hohen Konsum zuckerhaltiger Getränke<br/>im Kindesalter wird die Erforschung des Zusammenhangs zwischen Hydration und<br/>motorischer Leistungsfähigkeit insbesondere im Grundschulalter immer relevanter<br/>(Deutsche Gesellschaft für Ernährung, 2015, 5f., 9f.).<br/>Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es, das Trinkverhalten sowie die motorische Koordinationsleistung<br/>von Volksschulkindern zu untersuchen.<br/>Methodik: In die Querschnittsstudie wurden insgesamt 123 Kinder (55 Mädchen und 68<br/>Buben) der dritten und vierten Klassen einer Tiroler Volksschule im Schuljahr 2023/24<br/>einbezogen. Das Forschungsdesign umfasste sowohl eine quantitative Untersuchung als<br/>auch eine Fragebogenerhebung zum Getränkekonsum und dessen Konsummenge. Die<br/>Interventionsgruppe erhielt für einen Zeitraum von fünf Wochen Trinkbecher mit einem<br/>Fassungsvermögen von 0.2 Litern sowie tägliche Trink-Erinnerungen durch die Lehrperson,<br/>während die Kontrollgruppe ihr übliches Trinkverhalten beibehielt. Die koordinativen<br/>Fähigkeiten wurden vor und nach der Intervention anhand eines ausgewählten Untertests<br/>des Deutschen Motorik-Tests (DMT 6–18) erhoben. In der Studie wurde der<br/>Test „Rückwärts balancieren“ als Maß für dynamisches Gleichgewicht und motorische<br/>Kontrolle in Erwägung gezogen. Zusätzlich wurden anthropometrische Daten wie Alter,<br/>Körpergröße, Gewicht und BMI erfasst, um mehrere Variablen zu kontrollieren.<br/>Ergebnisse: Sowohl die Interventions- als auch die Kontrollgruppe zeigten zwischen Vorund<br/>Nachtest leichte Verbesserungen der Koordinationsleistung. In der Interventionsgruppe<br/>stieg der Mittelwert im Test „Rückwärts balancieren“ von 30.63 ± 10.6 auf 34.26<br/>± 8.9 Schritte, während die Kontrollgruppe sich von 32.22 ± 7.6 auf 34.81 ± 8.0 Schritte<br/>verbesserte. Die statistische Auswertung ergab jedoch keine signifikanten Unterschiede<br/>zwischen den Gruppen (p > 0.05). Die Fragebogenergebnisse zeigten, dass Kinder mit<br/>einem häufigen Konsum zuckerhaltiger Getränke tendenziell niedrigere motorische Leistungen<br/>aufwiesen, während Kinder mit regelmäßigem Wasserkonsum leicht bessere Ergebnisse<br/>erzielten.<br/>Schlussfolgerung: Obwohl die fünf Wochen dauernde Wassertrink-Intervention keine<br/>signifikanten Unterschiede in der Koordinationsleistung ergab, deuten die Ergebnisse auf<br/>einen positiven Trend bei ausreichender Hydration auf die motorischen Fähigkeiten von<br/>Kindern hin. Zudem unterstreichen die Befunde die Bedeutung der Förderung gesunder<br/>Trinkgewohnheiten im Schulalltag, um sowohl die körperliche Koordination als auch das<br/>allgemeine Wohlbefinden und die Lernleistungen zu unterstützen. Für zukünftige Untersuchungen<br/>empfiehlt es sich, längere Interventionszeiträume, objektive Messungen des<br/>Hydrationszustands und größere Stichproben miteinzubeziehen, um den Zusammenhang<br/>zwischen Flüssigkeitsaufnahme und koordinativer Leistungsfähigkeit bei Kindern genauer<br/>zu erfassen.
Altersbeschränkung
0
Urheber
Maria do Carmo Greier BSc MSc PhD