Das wahre Leben

Bezeichnung Wert
Titel
Das wahre Leben
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Moser, Milena
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
315 S.
ISBN10
3-312-00576-0
ISBN13
978-3-312-00576-5
Schlagwort
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Hertwiga Kröss; Sinnfindung zweier unterschiedlicher Frauen in der Mitte ihres Lebens. (DR) Die Autorin siedelt ihren Roman in Zürich an, wo zwei Frauen im besten Alter aus höchst unterschiedlichen Kreisen eines Tages ihr Leben völlig umkrempeln. Erika kommt aus einem sehr gut situierten Haus, ihr Mann ist der Geschäftsführer ihrer Stofffabrik und immer beschäftigt. Ihre Ehe dümpelt vor sich hin, der Gatte wohnt die Woche über in der Fabrik. Aber ihre gesellschaftliche Stellung erfordert Contenance und so wird der Schein aufrechterhalten, was Erika unheimlich viel Kraft kostet, die sie im Alkohol sucht. Überhaupt war sie zeitlebens damit beschäftigt, den Ansprüchen anderer gerecht zu werden: zuerst denen ihrer Mutter und dann denen ihres Mannes. Sogar ihrer halbwüchsigen Tochter gegenüber hat sie das Gefühl, versagt zu haben, denn diese ist mit ihren 100 kg nicht wirklich vorzeigbar. Und so beschließt Erika eines Tages fortzugehen. Sie nimmt sich eine eigene Wohnung in einer Sozialsiedlung und merkt dort plötzlich, dass nur die Persönlichkeit zählt und nicht die Äußerlichkeiten, die in der Haute-Volée so wichtig waren. Nevada wiederum ist in ärmlichen Verhältnissen bei ihrer älteren Schwester aufgewachsen und verdient als Yogalehrerin ihr Brot. Einer anderen Arbeit nachzugehen, ist ihr nicht möglich, denn sie leidet seit Jahren an Multipler Sklerose und sitzt mittlerweile im Rollstuhl. Aber sie ist in ihrem Beruf so erfolgreich, dass ihr ein Projekt in einer Schule mit schwer erziehbaren Mädchen anvertraut wird. Bei ihrem Neurologen lernt sie Dante kennen, einen viel jüngeren Mann, der an einem ständig nachwachsenden Gehirntumor leidet. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf, Nevada hat große Bedenken wegen ihres Alters, aber Dante ist sich seiner Sache sicher. - Der Roman ist abwechselnd jeweils aus dem Blickwinkel einer der beiden Protagonistinnen erzählt, bleibt jedoch seltsam farblos. Obwohl das Ende der Erzählung ins Positive deutet, erlebt man dies gefühlsmäßig nicht. - Verzichtbar.
BEMERKUNG
Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band