Die Brücke von Andau

Bezeichnung Wert
Titel
Die Brücke von Andau
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
James A. Michener Aus dem Amerikanischen von IngeLindt
Medienart
Sprache
Person
Reihe
Reihenvermerk
50571
Auflage
Sonderausg.
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
301 S.
ISBN10
3-426-50571-1
ISBN13
978-3-426-50571-7
Fußnote
Aus dem Amerikanischen von Inge Lindt.
Schlagwort
Annotation
Der 1997 als 90jähriger verstorbene James A. Michener hat uns viele interessante Zeitdokumente hinterlassen. Eines seiner schockierendsten Werke ist für mich sicher Die Brücke von Andau. Diese kleine Holzbrücke an der ungarisch - österreichischen Grenze rettete damals im Sommer 1956 200.000 Flüchtlingen das Leben unter dem Druck des sowjetischen Kommunismus. #Der Klappentext führt leicht in die Irre, da man als Leser einen Roman erwartet. Dem ist aber nicht so. James A. Michener streut nur leicht eine romanartige Geschichte in dem größtenteils in Interviews und sachbuchartig geführten Roman. Wieder ein Dokument das nachdrücklich beweist, das der 2.Weltkrieg 1945 nicht zu Ende war. Was das fleißige ungarische Volk noch 11 lange Jahre erdulden musste schildert uns der Autor sehr beeindruckend. Vor allem das Kapitel über die AVO(Staatsschutzabteilung der Ungarischen Staatspolizei) ist äußerst erschreckend und furchterregend. Obwohl das Buch fast 60 Jahre alt ist, gibt es eine aktuelle Parallele zu einem der brisantesten Themen unserer Zeit. Die Flüchtlingsproblematik. Man muss sich vorstellen, das innerhalb kürzester Zeit 200.000 Ungarn nach Österreich flüchteten. Wie damit umgegangen wurde wäre vorbildhaft für die heutige Zeit. James A. Michener ist ein durch und durch erschütterndes Mahnmal über diese Zeit gelungen. Ich kann mir dieses Buch durchaus als Schullektüre in den Fächern Geschichte und Deutsch vorstellen.