Arbeiterbücherei Wasenbruck – Zweigstelle Stadtbücherei Mannersdorf
Kontakt und Öffnungszeiten Mit einer PartnerbibliothekWenn die Kraniche nach Süden ziehen
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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| Untertitel |
Roman
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| Verfasserangabe |
Lisa Ridzén ; aus dem Schwedischen von Ulla Ackermann
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
München
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| Jahr | |
| Umfang |
379 Seiten
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| ISBN13 |
978-3-442-76296-5
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| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Ursula Pirker; #Die letzten Monate im Leben eines alten Mannes, der von verschiedenen Pflegediensten, aber auch von seinem Sohn betreut wird. (DR)#Bo ist 89 Jahre alt und lebt mit seinem Hund Sixten in einem eigenen Haus. Seine Frau Frederika, die Liebe seines Lebens, ist vor einigen Jahren in ein Pflegeheim für Demenzkranke gekommen. Bo kommt noch mit vielem selbst zurecht, erhält jedoch dreimal täglich Unterstützung durch verschiedene Pflegedienstkräfte, die jeweils kurze Protokolle in einem Buch hinterlassen, um den nächsten Dienst zu informieren. Auch sein einziger Sohn Hans besucht ihn regelmäßig und stimmt sich mit den Pflegekräften ab.#Hans ist der Ansicht, dass Bo seinen Hund Sixten nicht mehr ausreichend versorgen kann, und möchte ihn daher weggeben. Bo reagiert wütend, da Hans nicht zu erkennen scheint, wie wichtig ihm der Hund ist. Die meiste Zeit verbringt Bo allein zu Hause, dösend auf der Küchenbank, Sixten an seiner Seite. In seinen Gedanken kehrt er immer wieder zu Erinnerungen an die junge Frederika zurück, aber auch an die schmerzhaften Erfahrungen mit seinem Vater, den er nur den »Alten« nennt, der ihn schikanierte und demütigte.#In den ersten Wochen der Aufzeichnungen begegnen wir einem Bo, der noch selbst mit dem Hund hinausgeht und die Toilette aufsucht, um die ihm verhassten Windeln zu vermeiden. Doch die Phasen des Dämmerns auf der Küchenbank werden zunehmend länger. Seine Lieblingspflegerin setzt sich bei Hans dafür ein, dass Sixten bleiben darf, und bietet regelmäßig an, mit ihm Gassi zu gehen. Andere Pflegekräfte finden dafür nicht immer Zeit. Bo geht dennoch weiterhin selbst mit Sixten hinaus, bis er bei einem Spaziergang im Wald stürzt und erst nach Stunden gefunden wird. Dies ist der Moment, in dem Hans Konsequenzen zieht.#Die Autorin hat diese berührende Geschichte auf Grundlage der Pflegedienstprotokolle ihres verstorbenen Großvaters entwickelt. Entstanden ist ein sehr eindringliches Buch über das Altern, das zugleich die oft fehlende Kommunikation in einer Ehe wie auch zwischen Vater und Sohn sichtbar macht. Durch Bos Gedanken wird deutlich, wie sehr er bereut, in wichtigen Momenten geschwiegen zu haben, und wie sehr er sich bemüht, dies im Alter noch zu ändern. Unfreiwillig komisch wirken Bos Eindrücke in bestimmten Situationen und die Entsprechungen in den Pflegedienstprotokollen, die eine völlig andere Sicht wiedergeben.#Ein nachdenklich stimmender, berührender und literarisch überzeugender Roman, der sowohl thematisch als auch erzählerisch hervorragend zum Schwerpunkt Alter passt.
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