Feuerschlucker
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Feuerschlucker
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| Verfasserangabe |
Almond, David
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
München
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| Umfang |
200 S.
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| ISBN10 |
3-446-20601-9
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| ISBN13 |
978-3-446-20601-4
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Klaus Gasperi;
In der atmosphärisch dichten und literarisch sehr kunstvoll komponierten Novelle gestaltet David Almond die Fragen, was es heißt, erwachsen zu sein, und wofür es sich lohnt zu leben. (ab 14)
Rezension: "Seht ihr, wozu ein Mann fähig ist?" Auf dem Markt von Newcastle trifft der 11-jährige Bobby auf den Feuerschlucker McNulty. Unerbittlich nimmt dieser das Kind in Besitz: bittet um seine Unterstützung, erklärt es zum Freund, gar zum Sohn. Und versichert ein ums andere Mal: Ihr kriegt nichts zu sehen, wenn ihr nicht zahlt.
David Almonds atmosphärisch ungeheuer dichte Novelle erzählt davon, was es heißt erwachsen zu werden. In der Welt ist der Kalte Krieg längst entflammt, durch die Kubakrise (1962) droht ein atomarer Konflikt. "Wer kann die Flammen schlucken?", fragt McNulty zwischen den Jahrmarktbuden. Nur noch Gebete können helfen. - Auch in der neuen Schule herrscht Gewalt. "Sich einfügen", nennen das die Lehrer, einprügeln lautet ihre Devise. "Menschen können sich in Tiere verwandeln", weiß McNulty.
Bobby spürt, dass es zum Erwachsensein dazugehört, Schmerz zu ertragen. Was heißt Leben? - diese Frage gibt Mrs. Bute als Aufgabe. Heißt leben nicht kämpfen und für andere Schmerzen zu ertragen, denn "ihr kriegt nichts zu sehen, wenn ihr nicht zahlt? Wir schlängelten uns durch", sagt Bobby - aber ist das schon "leben"? So beginnt er, Widerstand zu leisten. Denn zum Leben gehört das Hoffen auf Wunder, - ja vielleicht sogar die Möglichkeit, sie zu vollbringen? Ohne die Wunder würde nichts passieren, was der Rede wert wäre.
Die Erzählung beeindruckt durch ihre unglaubliche formale Geschlossenheit. Besonders die erzählerischen Passagen sind brillant komponiert, die stakkatomäßig niederprasselnden Hauptsatzreihen geben keine hierarchisch strukturierte Geschichte vor, sie ziehen die Leser in Bobbys Erleben hinein, der die Ereignisse als unbestimmtes Gegenüber wahrnimmt und sie erst langsam ordnen muss. In langen - Kamerafahrten ähnlichen - Erzählsequenzen entfaltet sich vor den Augen des Ich-Erzählers ein gleichsam objektives, fremdes Weltgeschehen. Lediglich der erwachsene Erzähler, der sich zuweilen mit etwas altklugen Formulierungen deutend ins Spiel bringt, beeinträchtigt stellenweise die Authentizität des jugendlichen Protagonisten.
Die meist reflektierende Erzählung stellt an jugendliche LeserInnen zweifellos sehr hohe Ansprüche. Nicht zuletzt, weil Almond mit McNulty eine bizarre Büßer- oder Christusfigur ins Spiel bringt, die ihr Leben opfert für den Fortbestand der Welt. "Die Feuerschlucker" (Plural im Original!) handelt von Initiation und Nachfolge: In einem Akt religiöser Hingabe verspricht Bobby, fortan gegen das Böse zu kämpfen. Und gibt damit den LeserInnen die Frage weiter: "Seht ihr, wozu ein Mensch fähig ist?"
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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Uschi Pirker;
Der 11-jährige Bobby verbringt einen ereignisreichen Sommer. (ab 12) (JE)
Bobby lebt in einem kleinen Küstendorf in der Nähe von New Castle. Er hat die Aufnahmeprüfung für die höhere Schule geschafft und wird nach dem Sommer in der Stadt zur Schule gehen. Seine Eltern sind sehr stolz auf ihn, auch er freut sich schon auf den Wechsel. Aber auf der anderen Seite sind da seine Freunde Joseph und Ailsa, die ihn aus verschiedensten Gründen nicht begleiten können oder wollen. Doch um Bobby herum gibt es noch mehr Probleme. Es besteht die Gefahr, dass sein Vater an einer unheilbaren Krankheit leidet, außerdem ist nicht nur die Region, sondern die ganze Welt in Angst vor einem neuen Kriegsausbruch.
Diese verschiedenen Erzählmotive sind um die Figur des Feuerschluckers gruppiert, den Bobby mit seiner Mutter zufällig bei einem Stadtausflug kennenlernt. Durch ihn erfährt Bobby mehr von seinen Eltern und auch von der Geschichte und ihren Zusammenhängen. Dadurch kann er die Angst der Menschen vor dem drohenden Krieg besser verstehen. Es ist der Sommer, in dem Bobby viele schlechte und beängstigende Erfahrungen macht, es ist aber auch jene Zeit, in der der Junge erwachsen wird.
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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Spätsommer 1962: Die 'Kubakrise versetzt die Welt in Schrecken. Eine atomare Katastrophe scheint unabwendbar, die Menschen haben Angst vor einem dritten Weltkrieg. So auch die Bewohner des kleinen nordenglischen Küstenstädtchens Keely Bay. Hier wohnt der Junge Bobby Burns mit seinen Eltern. Während sich die Auseinandersetzung der Nuklearmächte zuspitzt, droht auch die kleine abgeschiedene Welt von Bobby Burns auseinander zu brechen. Er sorgt sich um seinen schwer kranken Vater. Und ihm droht der Verweis von der Schule, weil er sich gegen die brutale Willkür der Lehrer wehrt. Inmitten dieser Eskalation begegnet Bobby dem geheimnisvollen Feuerschlucker und Entfesselungskünstler Mr. McNulty. Es entsteht eine ungewöhnliche Beziehung zwischen dem alten verwirrten Mann und dem Jungen.
David Almond erzählt in prägnanten und kurzen Sätzen. Er fasst die Welt und das Denken der Menschen, ihre Sorgen und Träume in poetisch dichte Bilder. 'Feuerschlucker ist ein wunderbares Buch über das Erwachsenwerden, über das Miteinander ganz unterschiedlicher Menschen, die zueinander finden, wenn sie offen füreinander sind. Es ist auch ein Plädoyer für Solidarität, Würde und Achtung vor dem Leben.
*Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2006*
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Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Autor: Nachhaltigkeit;
Als während der Kuba-Krise 1962 die Welt vor dem Abgrund steht, ist auch die kleine abgeschiedene Welt von Bobby Burns in Gefahr auseinander zu brechen: Der Vater sterbenskrank; und dem einzigen Sohn droht der Hinauswurf aus der höheren Schule, weil er sich gegen herrschende Willkür und Brutalität der Lehrer auflehnt. Inmitten dieser Eskalation scheint der verrückte Feuerschlucker McNulty - ein Mensch, der auf seltsame Art zwischen den Welten steht - zu spielen. In prägnanten kurzen Sätzen erzählt Almond, wie aus Verzweiflung plötzlich Hoffnung und der Glaube an ein Wunder wachsen.
*STUBE*
Spätsommer 1962. Chrustschow und Kennedy entscheiden über das Schicksal der Welt. Als während der Kuba-Krise die Welt vor dem Abgrund steht, ist auch die kleine abgeschiedene Welt des elfjährigen Bobby Burns in Gefahr auseinander zu brechen. Sein Leben im Arbeiterort Keely Bay an der nordenglischen Küste ist bestimmt von der Angst vor Veränderungen, schmerzlichem Abschied von der Kindheit und aufkeimender Zivilcourage. Der Vater ist sterbenskrank und dem einzigen Sohn droht der Rauswurf aus der neuen höheren Schule, weil er sich gegen herrschende Willkür und Brutalität der Lehrer auflehnt.
Die drohende Eskalation, das Warten auf Schlimmes spiegelt sich vielfältig in den einzelnen Handlungssträngen, die in kurzen, prägnanten Sätzen entwickelt und von rhythmisierten Motivwiederholungen getragen werden: So wird Krieg nicht nur gemacht und mit ihm gedroht, sondern in kindlicher Erprobung auch gespielt. Inmitten dieser Zuspitzung scheint der verrückte Entfesselungskünstler und Feuerschlucker McNulty zu stehen - ein Mensch, der auf seltsame Art zwischen den Welten schwebt und den Jungen, der ihn auf dem Markt trifft sowie dessen Gedanken zunehmend vereinnahmt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine gegenseitige unterschiedlich gezeigte Faszination, die neben der zögernden aber dringlichen Suche nach dem Beistand Gottes die Verzweiflung brechen kann. Seht ihr, wozu ein Mensch fähig ist? reflektiert Bobby und spricht dabei beiderlei Facetten - die gute und schlechte - des Menschseins an.
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| BEMERKUNG |
Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
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| Übersetzung |
Deutsch
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| Trägermedium |
Band
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| Antolin |
Klasse: 6
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
|
Haydn-Bibliothek Hainburg |
Anfahrt |
Klasse: 6
