Gemeinde- und Schulbücherei Geboltskirchen

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Keiner kommt davon

Bezeichnung Wert
Titel
Keiner kommt davon
Untertitel
eine Geschichte vom Überleben
Verfasserangabe
Nicholls, Sally
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
278 S.
ISBN10
3-446-24511-1
ISBN13
978-3-446-24511-2
Annotation
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); Autor: Isabelle Erler; Annotation: Mitte des 14. Jahrhunderts bringt die Pest den Tod über Europa. Auch die Familie der 14-jährigen Isabel bleibt nicht verschont. Ihre Geschichte erzählt die englische Autorin Sally Nicholls. Rezension: Auch in ihrem dritten Roman dreht sich bei Sally Nicholls, der englischen Autorin, die mit nur 23 Jahren ihren ersten, hochgelobten und preisgekrönten Roman Wie man unsterblich wird veröffentlichte, um nichts weniger als den Tod und um das Leben. War im ersten Buch noch der elfjährige Sam der vom Krebstod betroffene Protagonist, kommt wie in Zeit der Geheimnisse auch in Nicholls jüngstem Werk der Tod von außen. England im Jahr 1348: Die 14-jährige Isabel lebt mit ihrer Familie in dem kleinen englischen Dorf Ingleforn, zwei Tagesmärsche vom südlichen York entfernt. Ihr Vater ist leibeigener Bauer und nach dem Tod seiner ersten Frau, Isabels Mutter, wieder verheiratet. Neben Isabel hat er noch eine weitere Tochter und vier Söhne, von denen die beiden älteren das väterliche Haus bereits verlassen haben: Der älteste ist verheiratet, der andere möchte Priester werden und lebt unweit in einer Abtei. Die beiden kleinen Brüder leben wie Isabel und die kleine Schwester auf dem Hof des Vaters, als erst das Gerücht von der schwarzen Seuche und dann auch die Pest selbst über den kleinen Ort hereinbricht. Beeindruckend ruhig und eindringlich lässt Sally Nicholls ihre Ich-Erzählerin schildern, wie die Epidemie, die im 14. Jahrhundert mindestens ein Drittel der europäischen Bevölkerung das Leben gekostet hat, auch Ingleforn heimsucht. Sie erzählt, wie erste DorfbewohnerInnen erkranken und sterben, wie die Menschen mit Angst und Unmenschlichkeit reagieren und mit der Hoffnung, Gott, der Allmächtige, möge sie ver- schonen, wenn sie nur fleißig beten und beichten. Aber die Pest lässt sich nicht aufhalten: Innerhalb von Tagen, manchmal nur wenigen Stunden, werden immer mehr Menschen krank. Niemand kennt die wahre Ursache, niemand wird geheilt, alle sterben. Auch der Vater, seine junge Frau und ihr Baby. Tod und Zerstörung bringt die Pest in Isabels gerade erst aufblühendes Leben, aber auch einen großen Willen, sich dem Schicksal nicht zu überlassen, sondern zu überleben, selbst zu entscheiden, ein freies, eigenes Leben zu führen. Ob der massiven Bedrohung und Verluste eine beeindruckend klare und starke weibliche Stimme, die diesem schrecklichen historischen Thema ein lebendiges, menschliches Gesicht gibt. ---- Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Elisabeth Zehetmayer; Bewegender Jugendroman über den couragierten Überlebenskampf einer jungen Schottin während der Pest. (ab 12) (JE) "Gott hat seine Engel ausgesandt, die Frevler vom Antlitz der Erde zu fegen!" Von Frankreich aus zieht der schwarze Tod seine grausame Spur, dann erreicht die Pest Bristol, später London, bis sie 1349 in Schottland zu wüten beginnt. Immer näher rückt die Pestseuche auch an das idyllische Dörfchen Ingleforn heran, wo die 14-jährige Ich-Erzählerin Isabel mit ihrer mehrköpfigen Familie in ärmlichen Verhältnissen, aber rundum zufrieden lebt. Bislang kann sie sich nicht vorstellen, jemals ein anderes Leben zu führen, ihre aufsteigende Panik beschwichtigt sie mit der Vorstellung, dass Plagen wie die Pest nur "in fremden Ländern, wo lauter Heiden sind und keiner den Namen von Jesus Christus kennt" passieren. Doch dann gibt es den ersten Todesfall mitten im Ort und Tag für Tag sterben mehr Dorfbewohner. Schließlich schlägt der schwarze Tod direkt in Isabels Familie zu und alle Gebote der Menschlichkeit scheinen außer Kraft gesetzt, aber Isabel kämpft mutig um ihr Leben und das der ihr vom Schicksal Anvertrauten. "Ich hasse Gott. [...] Ich glaube nicht mehr an Gott", verkündet gegen Ende dieses aufwühlenden und aufregenden Jugendromans die verzweifelte Isabel. Dennoch wird es Hoffnung auf einen Neuanfang geben Mit ihrem international erfolgreichen Debütroman "Wie man unsterblich wird" stellte die damals 23-jährige britische Autorin Sally Nicholls erstmals ihr großes Erzähltalent unter Beweis. Auch dieser genau recherchierte, historische Jugendroman überzeugt in vielerlei Hinsicht: Die lebendig gezeichneten, überaus glaubwürdig agierenden Charaktere, insbesondere die starke Isabel, verfügen über ein hohes Identifikationspotential, die bilderreiche, wortgewandte und zeitgemäße Sprache sorgt für große atmosphärische Dichte und die ergreifende Handlung bietet eine gelungene Mischung aus Drama, Spannung, Romantik und historischem Hintergrundwissen. Die Erschütterung des persönlichen Glaubens durch solch entwurzelnde Erlebnisse, die Kraft des Lebenswillens, aber auch die tiefgreifende Veränderung der sozialen Verhältnisse durch eine Katastrophe wie die Pest sind thematisch fesselnd aufbereitet. Überzeugend sind auch Beate Schäfers flüssige Übersetzung aus dem Englischen sowie das hilfreiche Glossar, wo historische Begriffe und ungebräuchliche Namen erklärt werden. "Keiner kommt davon", im Original "All fall down", sorgt für jede Menge Kino im Kopf, erweitert den Horizont und ist auch als Schullektüre überaus empfehlenswert. Sollte in jeder Jugendbuchabteilung zu finden sein!
BEMERKUNG
Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band

Erhältlich in folgenden Bibliotheken

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