Der Tod ist ein bleibender Schaden

Bezeichnung Wert
Titel
Der Tod ist ein bleibender Schaden
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Eoin Colfer. Aus dem Engl. von Conny Lösch
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
279 S.
ISBN13
978-3-471-35073-7
Annotation
Ein cooler Ermittler wie ein einsamer Wolf - wenn da nur nicht das ständig juckende Haarimplantat wäre. (DR) Der aus Irland stammende und jetzt in New Jersey lebende Ex-Soldat Dan McEvoy hat ein Problem: Eigentlich wollte er nur seinen Freund Zeb Kronski in dessen nicht ganz legaler Arztpraxis aufsuchen, um sein Haarimplantat begutachten zu lassen. Doch anstelle des Arztes trifft er auf ein Mitglied der irischen Mafia - und ist gezwungen, es mit einem Schlüssel zu töten. Zeb muss tot sein, vermutet Dan, denn von nun an hat er ihn als beharrliche Stimme in seinem Kopf. Dann wird auch noch Connie ermordet, eine junge Frau aus demselben Club, in dem Dan als Türsteher arbeitet, und in die er verliebt war. Dan ist verwirrt: Ging das auf das Konto der irischen Mafia? Oder war es dieser schmierige Rechtsanwalt, der Connie schon einmal zu nahe gekommen war? Eoin Colfer, seit den Artemis-Fowl-Bänden und Knolle Murphy ein bekannter Name in der Kinder- und Jugendliteratur, zeigt hier, dass noch viel mehr in ihm steckt. Mit Dan McEvoy hat er einen interessanten Charakter geschaffen. Einsam und unabhängig, gebeutelt von Flashbacks aus seinem Einsatz im Libanon und von Stimmen in seinem Kopf, versucht er stets, das Richtige zu tun, auch wenn sich das nicht immer mit dem deckt, was in den Gesetzbüchern steht und er dadurch zunehmend ins Visier der Polizei gerät. Die wird verkörpert durch Detective Deacon, einer ebenso toughen wie labilen jungen Schwarzen, die gerade ihre ältere Kollegin in Notwehr erschießen musste. Daneben gibt es jede Menge anderer schriller Figuren, die die Geschichte von Anfang bis Ende spannend machen und mit viel Wortwitz und Humor würzen. In der Widmung des Romans steht zu lesen: "Für Ken Bruen, der mich dazu gebracht hat". Mit diesem Krimi macht Colfer seinem irischen Schriftstellerkollegen alle Ehre, der seinerseits mit dem Ermittler Jack Taylor eine ebenso charismatische Figur geschaffen hat. Es gibt bereits eine Hitliste der interessantesten Romananfänge, nachzulesen in "Der schönste erste Satz" (Hueber, 2007). Sollte einmal eine über bemerkenswerte letzte Sätze erstellt werden, ist dieser Roman ein heißer Anwärter - der hier lautet: "Über die Bremsen sprechen wir später." Colfer selbst meinte, er werde seinen Kindern nicht erlauben, das Buch vor dem 16. Geburtstag zu lesen. Kinderbuch ist es wahrlich keines, aber allen Erwachsenen wärmstens zu empfehlen. *bn* Anita Ruckerbauer