Öffentliche Bibliothek Trautmannsdorf an der Leitha

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Eine Arbeiterin

Bezeichnung Wert
Titel
Eine Arbeiterin
Untertitel
Leben, Alter und Sterben
Verfasserangabe
Didier Eribon. Sonja Finck
Medienart
Sprache
Person
Auflage
Erste Auflage, deutsche Erstausgabe
Verlag
Ort
Berlin
Jahr
Umfang
270 Seiten
ISBN13
978-3-518-43175-7
Schlagwort
Annotation
»Das ist also das Leben meiner Mutter gewesen, dachte ich, das Leben und das Alter einer Arbeiterin. Noch wusste ich nicht, dass ich dieser Aufzählung bald ein drittes Wort würde hinzufügen müssen.« <br/><br/> <br/>Eigentlich hatte Didier Eribon sich vorgenommen, ab jetzt regelmäßig nach Fismes zu fahren. Doch seine Mutter stirbt wenige Wochen nach ihrem Umzug in ein Pflegeheim in dem kleinen Ort in der Champagne. Wie in Rückkehr nach Reims wird dieser Einschnitt zum Ausgangspunkt für eine Reise in die Vergangenheit. Eribon rekonstruiert die von Knappheit und Zwängen bestimmte Biografie einer Frau, die an einen brutalen Ehemann gekettet blieb und sich sogar in ihren Träumen bescheiden musste. »Meine Mutter«, hält er fest, »war ihr ganzes Leben lang unglücklich.« <br/><br/> <br/>Didier Eribons neues Buch ist hochpolitisch: Er legt schonungslos dar, wie sehr die Politik, aber auch die Philosophie, ja wir alle die skandalöse Situation vieler alter Menschen lange verdrängt haben. Zugleich erweist er sich erneut als großer Erzähler: Anhand suggestiver Episoden und berührender Erinnerungen zeigt er, wie wichtig Familie und Herkunft für unsere Identität sind. Er kauft ein Dialekt-Wörterbuch, um noch einmal die Stimme seiner Mutter im Ohr zu haben. So entfaltet der Soziologe das Porträt einer untergegangenen Welt: des Milieus der französischen Arbeiterklasse mit ihren Sorgen, ihrer Solidarität, ihren Vorurteilen.
Übersetzung
aus dem Französischen
Altersbeschränkung
0