Alice im Mongolenland

Bezeichnung Wert
Titel
Alice im Mongolenland
Verfasserangabe
Ulrike Kuckero. Maja Bohn
Medienart
Person
Verlag
Ort
Stuttgart
Jahr
Umfang
223 S.
ISBN13
978-3-522-18156-3
Schlagwort
Annotation
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); #Autor: Cornelia Hammerschlag; #Annotation: Zoes Schwester Alice hat das Down-Syndrom - das heißt aber nicht, dass sie aus der Mongolei stammt, oder etwa doch?##Rezension: Egal ob man sie bedienen muss wie eine Prinzessin, ob sie das Schultheaterstück komplett durcheinanderbringt oder einfach in der mongolischen Steppe verschwindet: Eine Schwester mit Down-Syndrom kann das Leben ziemlich kompliziert machen. Natürlich fühlen wir LeserInnen mit der elfjährigen Zoe, die sich als Ich-Erzählerin durch den Alltag mit einer ungewöhnlichen Schwester kämpft. Gleichzeitig können wir nicht mehr aufhören zu grinsen.#Alice ist pur. Beim Glücklichsein, beim Stursein, bei allem. Dass sie glaubt, sie stamme aus dem Mongolenland, beruht auf einem Missverständnis. Nur ihrer Sturheit ist es zu verdanken, dass sie es trotzdem schafft in ihr persönliches "Wunderland". Wie anders das Leben in der Mongolei ist, zeigt schon der Wechsel der Erzählperspektive. Nun spricht der Nomadenjunge Bayaraa. Von seiner Begegnung mit der Häuptlingstochter Alice, deren Ankunft schon die Geister angekündigt haben. Von Zoe mit den Augen, die aussehen wie tiefe grüne Seen. Von einem großen Fest, von Pferden, Ziegen und von Wiedergeburt. Alice ist glücklich, sie liebt das Mongolenland und das Mongolenland liebt sie. Und Zoe? Sie erhält von der Autorin ein besonderes Geschenk: eine Liebesgeschichte mit Bayaraa, dem freundlichen Nomadenjungen. Die wirkt beinahe so, als hätte Kuckero sie noch schnell in das Buch "hineingequetscht" - ein wenig sperrig und überflüssig für die Erzählung, aber ein Geschenk zum Ausgleich dafür, dass Zoe so oft zu kurz kommt. Und das ist gut so!#Vielleicht hat das Buch ein paar kleine Mängel - eine politisch korrekte Belehrung da und dort, die diese Geschichte gar nicht notwendig hätte, oder die Stellen, an denen es der Erzählstimme des Nomadenjungen an Authentizität fehlt. Na und? Das hier ist ein Märchen, das Freude bereitet und eine/n noch lange "nachgrinsen" lässt. Und das ganz nebenbei spürbar macht, worauf es im Leben ankommt. Um mit Alice zu sprechen: Super, Mann! Ende der Durchsage.## ---- #Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Martina Stiegler; #Ein besonderes Abenteuer für ein einzigartiges Mädchen. (ab 10) (JE)##Es gibt Menschen, deren Leben ist von Anfang an anders. Genau das ist der Fall bei der elfjährigen Alice. Sie ist von Geburt an behindert, mit dem Down-Syndrom geboren, doch nicht diese Tatsache macht sie zu etwas Besonderem, sondern ihre Persönlichkeit - die Art, wie sie denkt, wie sie redet, sich verhält und mit den anderen umgeht und dass man ihr einfach nicht böse sein kann.#Sie ist der Mittelpunkt der Familie - ein zugegeben oft schwieriger, aber genauso einnehmender Charakter. Ein Glückskind, wie sie selbst von sich sagt; und so scheint es auch, als sie eine Reise in ihr Lieblingsland - die Mongolei - gewinnt, dort verloren geht und auf beinah schicksalhafte Weise an eine einheimische Familie gerät, für welche dieses fremde, weitgereiste Mädchen auf geheimnisvolle Weise etwas Außergewöhnliches ist.#Ein unterhaltsames und spannendes Buch, in dem die Behinderung eigentlich nur am Rande erwähnt wird, während der Persönlichkeit des energischen Mädchens, ihrer Beziehung zur Umwelt und zu ihrer gesunden Zwillingsschwester umso mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es ist aber auch ein Buch über die Mongolei. Erinnerungen an eine atemberaubende Landschaft reihen sich neben Einblicke in das tägliche Leben und die Kultur der Nomaden. Ein durchaus empfehlenswertes Buch für Kinder.
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