Afrika und die Entstehung der modernen Welt
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Afrika und die Entstehung der modernen Welt
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| Untertitel |
eine Globalgeschichte
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| Verfasserangabe |
Howard W. French ; übersetzt von Karin Schuler, Thomas Stauder, Andreas Thomsen
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Stuttgart
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| Umfang |
508 Seiten
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| ISBN13 |
978-3-608-98667-9
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Ingrid Kainzner; #Eine augenöffnende Bestandsaufnahme, die anhand von Zahlen und Fakten beweist, dass der Reichtum Europas auf der Versklavung afrikanischer Menschen und der Ausbeutung ihrer Heimat beruht. (GE)#Die europäische Sicht auf Afrika war jahrhundertelang von Selbstgefälligkeit und Herablassung geprägt und ist es zum Teil heute noch. Der »dunkle Kontinent« wurde bestenfalls mit Exotik, vor allem aber mit Rückständigkeit, Hungersnöten und Bürgerkriegen assoziiert. Howard W. French tritt dieser Auffassung vehement entgegen und belegt anhand gesicherter Daten und Fakten, dass der wirtschaftliche Aufstieg Europas vor allem auf der brutalen Ausbeutung Afrikas und seiner Menschen beruht. Er konzentriert sich dabei auf Westafrika. Dort gab es schon in vorchristlicher Zeit große Städte mit florierender Wirtschaft wie das antike Djenné in Mali, damals eine Stadt von Weltrang. Faszinierend schildert der Autor die kultivierten afrikanischen Herrscher, die im Mittelalter in engem Austausch mit den Königen von Portugal standen. Hatte zunächst die Gier nach Gold Spanier und Portugiesen auf das afrikanische Festland getrieben, gewann später der Sklavenhandel immer größere Bedeutung. Zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert wurden etwa 12,5 Millionen Afrikaner nach Amerika verschleppt. Nicht mitgerechnet jene, welche die Überfahrt nicht überlebten. Während man sich in Europa den karibischen Zucker auf der Zunge zergehen ließ, hatten jene, die für seine Produktion sorgten, ab dem Moment, an dem sie auf einer Zuckerrohrplantage zu arbeiten begannen, eine Lebenserwartung von maximal sieben Jahren.#Der Zuckerboom löste eine lange Reihe heftiger und strukturverändernder Wirtschaftsbewegungen aus, die in der gesamten atlantischen Welt zu spüren waren. Auch die amerikanische Baumwollproduktion steigerte sich ab dem 18. Jahrhundert in rasantem Tempo. Waren es im Jahr 1790 noch 680 Tonnen, so belief sich das Volumen 1860 bereits auf 900.000 Tonnen. Kein Wunder, dass es in zahlreichen militärischen Auseinandersetzungen europäischer Mächte um die lukrativen Erträge der amerikanischen Kolonien ging.#Howard W. French hat vieles, was in der wissenschaftlichen Fachwelt bekannt ist, sonst aber weitgehend ignoriert wird, auf beeindruckende Weise zu einem Ganzen zusammengeführt. Ein großer Wurf mit dem Potenzial, zum Referenzwerk für Lehrende an Schulen und Universitäten zu werden. Vor allem aber öffnet die Lektüre die Augen dafür, wie ungeheuerlich es ist, wenn schwarze Menschen verzweifelt versuchen, an Europas Küsten zu gelangen und, so sie dabei nicht ertrunken sind, oft mit brutalen Push-backs zurückgestoßen werden.
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Öffentliche Bibliothek Schleedorf |
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