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Tatendrang

Bezeichnung Wert
Titel
Tatendrang
Untertitel
Roman
Medienart
Person
Verlag
Jahr
ISBN13
978-3-7017-1789-7
Annotation
Satirisches Romandebüt über die Generation »EU-Praktikum«. (DR) Nachdem Protagonistin Hanna Fürst eine Journalistenausbildung und ein Studium an der Inter-Euro-Universität erfolgreich abgeschlossen hat, findet sie sich im Kreis der auserkorenen Trainees der Europäischen Außenzentrale wieder. Diese verspricht, ein Sprungbrett für eine steile Karriere zu sein. Der Haken ist, dass nur ein paar wenige übernommen werden, weshalb man durch besondere Leistung auffallen muss. Recht früh im Buch wissen die Leser:innen über dieses Motiv Bescheid, sodass die Handlungen der Protagonistin absehbar sind. Hanna wird »Europer« zugeteilt, einer unbedeutenden Abteilung, die sich um die Angelegenheiten an der osteuropäischen Peripheriegrenze kümmert. Selbstverständlich durchlebt Hanna eine Katharsis, profiliert sich durch innovative Polit-Ideen, die einen friedlichen Austausch zwischen Ost und West endlich erleichtern sollen, um dann im Endspurt neuerlich (und realpolitisch) von Alteingesessenen abgeschmettert zu werden. So weit so real: Alt gegen Jung und Alt gewinnt. Nicht nur die Handlung hätte mehr Frische verdient, auch der Schreibstil ist eher holprig und wirkt dem Lesegenuss entgegen. Beginn und Ende formen einen Handlungsrahmen, die Überleitung in den Hauptteil geschieht jedoch sehr hart – die Frage, ob ich den Anfang überhaupt verstanden habe, war ständig präsent. Stilistisch zeigt Töglhofer wenig Mut, denn die Dialoge fließen recht stupide dahin. Einzig die satirische Zuspitzung, dass die jugendlichen Ideen in Europa von Vornherein kein Gewicht hätten, schafft einen Realitätsbezug und lädt zur Empörung ein. Dieser Auftaktroman beinhaltet gute Ansätze, lässt jedoch durchaus noch Luft nach oben. 751 bn.bibliotheksnachrichten / Anna Goiginger