Ungesunde Verhältnisse

Bezeichnung Wert
Titel
Ungesunde Verhältnisse
Untertitel
Wie Klasse unser Leben bestimmt
Verfasserangabe
Betina Aumair, Brigitte Theißl
Medienart
Sprache
Person
Auflage
1. Auflage
Verlag
Ort
S.l.] @
Jahr
Umfang
312 Seiten
ISBN10
3-7099-8247-2
ISBN13
978-3-7099-8247-1
Schlagwort
Loseblatt-Ausgabe / Sachbücher/Politik
Gesellschaft
Wirtschaft
Vorurteile
Klassengesellschaft
Klassenkampf
Selbstbestimmung
Politisierung von Selfcare
Leistungsdruck
Leistungsgesellschaft
Gesundheit
Zwei Klassen System
systemkrank
Erwartungshaltung
Arbeitende Klasse
Arbeit
Armut
Armut Österreich
Klasse Österreich
Armutsgefährdet
Armutsgrenze
Aufstiegsgeschichte
Individualität
Erzählendes Sachbuch
gesellschaftliche Klassen
Gesellschaftliche Struktur
Kapitalismus
Klassenbewusstsein
Klassenzugehörigkeit
Klassismus
Kritik
Mentale Gesundheit
körperliche Gesundheit
Mittelstand
Milieu
Psychische Erkrankung
Proletariat
Persönliche Erzählung
Lebensgeschichten
Psyche
Soziale Herkunft
Soziale Klasse
Soziale Kluft
Soziale Mobilität
Soziale Schicht
Sozialer Brennpunkt
Ungerechtigkeit
Wer gehört zur sozialen Unterschicht?
Wohlstand
Anti Work
Ressourcenverteilung
feministische Perspektive
Feminismus
Betina Aumair
soziale Ungleichheit
Journalismus
Lösungsvorschläge
Antikapitalismus
Sachbuch
Patriarchat
Work-life-balance
Was ist Klasse?
Lebenserwartung
Systemkritik
biografische Erzählungen
Expertenwissen
Solidarität
Gerechtigkeit
Neuerscheinung 2026
Einkommensverteilung
Vermögensverteilung
Verteilung von Ressourcen
Bildungskapital
Depression
Arbeitsmarkt
Wohnungsmarkt
Gleichberechtigung
soziale Anerkennung
Lebensqualität
Klasse
Gesundheitssystem Österreich
Gesundheitssystem
working class
Gesundheit Österreich
armutsbetroffen
Klassenverhältnisse
Überschuldung
Eigenheimbesitz
soziale Verwundbarkeit
Reichtum
österreichische Klassengesellschaft
Justizwesen
Bildungssystem
soziale Gerechtigkeit
Brigitte Theißl
Annotation
DIE GEWOLLTE KLASSENGESELLSCHAFT

Wie soziale Ungleichheit entsteht, wie sie politisch untermauert wird – und warum wir sie nicht schulterzuckend hinnehmen dürfen
Soziale Ungleichheit lässt sich messen. Sie zeigt sich in Statistiken zur Einkommens- und Vermögensverteilung ebenso wie in Zahlen zur Überschuldung oder zum Eigenheimbesitz. Sie spiegelt sich darin, wer sein Bildungskapital an die nächste Generation weitergeben kann und wer keine Aussicht auf ein Erbe hat. Neoliberale Leitideen wie Eigenverantwortung und Leistung, verbunden mit konkreten politischen Entscheidungen, prägen dabei maßgeblich die Handlungsspielräume und Lebensmöglichkeiten der Menschen.
Besonders sichtbar wird die Klassengesellschaft, wenn der Blick auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung fällt: Während in der untersten Einkommensgruppe 18,5 % der Menschen an Depressionen leiden, sind es in der reichsten nur 3 %.

Klassenkampf = Entfaltungsmöglichkeiten und Gesundheit für ALLE
Aber: Gesundheit bedeutet mehr als das Fehlen von Krankheit. Sie umfasst auch Lebenszufriedenheit, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, das eigene Leben aktiv zu gestalten. Gerechtigkeitsfragen sind nicht bloß abstrakte Forderungen, sondern das Fundament jeder gut funktionierenden und solidarischen Gemeinschaft. Und in einer Gesellschaft, die von Ungleichheiten geprägt ist, ist auch die körperliche und soziale Verwundbarkeit ungleich verteilt.
Genau hier setzen die Autorinnen Betina Aumair und Brigitte Theißl an. Sie rücken Gesundheit und die Bedingungen für ein selbstbestimmtes Leben ins Zentrum und erzählen sachlich fundiert und zugleich einfühlsam Geschichten aus der österreichischen Klassengesellschaft.

It’s not enough!
Betina Aumair und Brigitte Theißl beleuchten soziale Ungleichheiten nicht nur im Gesundheitssystem, sondern ebenso im Justizwesen, in der Bildung, auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Denn wer in prekären Wohnverhältnissen lebt, trägt oft gesundheitliche Folgen; ausbeuterische oder psychisch belastende Arbeitsbedingungen machen ebenso krank wie dauerhafter Stress durch fehlende soziale Anerkennung und Beschämung. Die Autorinnen zeigen deutlich, dass soziale Gerechtigkeit kein fernes Ideal sein darf, sondern eines der dringendsten Ziele unserer Zeit ist.