Die Schattenuhr

Bezeichnung Wert
Titel
Die Schattenuhr
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Alfred Komarek
Medienart
Person
Verlag
Ort
Innsbruck
Jahr
Umfang
208 S.
ISBN13
978-3-85218-483-8
Annotation
Alfred Komarek verlegt im zweiten Daniel-Käfer-Roman aus dem Salzkammergut die Handlung nach Hallstatt. Nach den turbulenten Ereignissen rund um "Die Villen der Frau Hürsch" macht sich Daniel Käfer mit Wehmut auf den Weg nach Wien, um wieder ernsthaft ins Berufsleben einzusteigen. Ein Zwischenstopp in Hallstatt entwickelt sich zu einer schier endlosen Verwicklung mit elegischen und spannungsgeladenen Elementen. Er lernt Bernd Gamsjäger und dessen Mutter kennen. Gamsjäger verdient sein Geld mit außergewöhnlichen, touristischen Ereignissen. Bei einem derartigen Ausflug passiert durch den Übermut Käfers ein Unfall, der beinahe tragisch ausgeht. So geschieht es, dass er tief in die Geschichte Hallstatts eindringt und sich mehr ins Geschehen verwickelt, als ihm lieb ist. Komarek spinnt in "Die Schattenuhr" einen feinen Faden quer durch die Geschichte einer Salzkammergut-Region, deren Facettenreichtum seit Jahrhunderten eine magische Anziehungskraft ausübt. Aber nicht nur die Gegend, auch die Eigenheit der Typen und Menschen, der eigenwillige Humor und die Schlagfertigkeit werden vom Autor in gekonnter, eindringlicher Form dargestellt. Von der Handlung gepackt, ist es kein Leichtes, dieses Buch aus der Hand zu legen, auch wenn bereits die Augen zufallen. Immerzu löst eine Verzauberung, die überraschend aus den Zeilen springt, ein leises Gänsehautgefühl aus. Und dabei hat man nie den Eindruck, sich auf etwas Fiktives einzulassen, sondern gerade das Reale und die Authentizität des Komarekschen Stils üben eine starke Faszination aus. Das erzeugt ein wahres Geflecht von Gefühlen. Wenn man im letzten Kapitel angelangt ist, entsteht dieser mulmige Eindruck, dass es in Kürze vorbei ist, man sich aber wünscht, es würde niemals enden. Rudolf Kraus

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