18 Kilometer bis Ljubljana
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
18 Kilometer bis Ljubljana
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| Untertitel |
Roman
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| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Jahr | |
| ISBN13 |
978-3-85256-884-3
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| Annotation |
Derbkomischer Roman über Ex-Jugoslawien. (DR) Marko ist 27 Jahre alt und besucht seine Eltern in Fužine, einem Vorort von Ljubljana. Er und seine früheren Schulkollegen Dejan, Adi und Aco sind den Leser*innen womöglich schon aus den Vorgängerromanen von Vojnovic bekannt. Marko stammt aus einer bosnisch-serbischen Familie, die sich während der Jugoslawienkriege in Slowenien niedergelassen hat. Trotz Jahrzehnten in Slowenien werden sie immer noch abfällig als »Tschefuren« angesehen, leben in den schlechteren Wohnungen, haben kaum berufliche Chancen und werden in der Schule gemobbt. Die ältere Generation träumt immer noch von einer Rückkehr nach Bosnien oder Serbien, während die Jüngeren zwischen alten Traditionen, Perspektivlosigkeit und der Suche nach Abenteuern hin- und hergerissen sind, sei es in Drogen, Schlägereien oder Frauengeschichten. Der Roman zeichnet ein lebhaftes Bild des Alltags inmitten alter und neuer Vorurteile, des oft schweigsamen Verhaltens der älteren Generation und der bleiernen Perspektivlosigkeit. Die Authentizität wird durch die vulgäre und derbe Sprache der jungen Männer und auch in den Selbstreflexionen von Marko sicherlich unterstützt. Doch die Häufigkeit, in der geflucht wird, ist mühsam und manchmal schon unerträglich: Bei einer zufällig gewählten Seite kam ich auf 21 Kraftausdrücke! Mir ist bewusst, dass in den slawischen Sprachen ganz anders und vielleicht auch öfter geflucht wird als im Deutschen. Doch vielleicht hätte man in der Übersetzung diese Flüche adaptieren oder einen Hinweis über die Bedeutung geben können. Es gibt zwar im Anhang sehr viele Erläuterungen zu einzelnen Textstellen, aber zum Wesen der slawischen Kraftausdrücke habe ich keine gefunden. Leider findet sich auch keine Erklärung des Wortes »Tschefur« im Anhang, obwohl dieses von der ersten Seite an ständig verwendet wird. Ob dieser Roman in eine Bibliothek gehört, ist Ermessenssache. Inhaltlich ist er auf jeden Fall ein guter Denkanstoß. Ob man den Sprachstil den Leser*innen zumuten will, kann ich nicht abschätzen.
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Öffentliche Bibliothek - Ludothek St.Vitalis Salzburg |
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