Coronakontrolle, oder nach der Krise ist vor der Katastrophe

Bezeichnung Wert
Titel
Coronakontrolle, oder nach der Krise ist vor der Katastrophe
Untertitel
die Post-Corona-gesellschaft und was sie uns über die Zukunft erzählt
Verfasserangabe
Georg Seeßlen
Medienart
Sprache
Person
Auflage
Durchgesehene Neuauflage
Verlag
Ort
Wien
Umfang
179 Seiten
ISBN10
3-903290-37-8
ISBN13
978-3-903290-37-2
Schlagwort
Annotation
Zu Beginn der Pandemie, die als «Coronakrise» in die Geschichte eingehen soll, gab es noch eine Reihe von Hoffnungen. Die Krise würde zu mehr Einsicht in die Notwendigkeit gesellschaftlich-solidarischer Einrichtungen führen, zu mehr Wertschätzung für Ärzte und P egepersonal, zu mehr Solidarität in den Bevölkerungen. Als kleines Nebenprodukt würde <br> sie die Frage erlauben, ob der Kapitalismus in seiner aktuellen Form wirklich die beste Weltordnung lief- ere, sie würde Autokraten enttarnen, den Populismus über üssig machen, die Wertschätzung für Kultur und Kritik wieder beleben, soziales Verantwortungs- gefühl und ein Bewusstsein für den Kampf gegen <br> die Umweltzerstörung erzeugen ... Kurz: Die Krise wäre zugleich mit den Gefahren vielleicht auch eine Geburtshilfe für neue Chancen. <br> Mit zunehmender Dauer müssen wir uns indes auch von den Hoffnungen auf eine bessere Post-Krisen- Welt verabschieden. Denn bereits als viele Menschen nur mit ihrem persönlichen Überleben, mit ihren Einschränkungen und mit der Verantwortung für <br> die Nächsten zu tun hatten, setzt die Bewegung von Reaktion und Restauration ein. Die Hoffnungsbla- sen platzen und es zeichnet sich ab: Die Gewinner der Vor-Krise werden wieder die Gewinner der Nach-Krise sein (mit etlichen Verschiebungen, Ver- stärkungen und Vermittlungen). Die Verlierer sollen weitere Verluste in Kauf nehmen – ganz im Dienste des «Systems». <br> Möglicherweise aber ist der Kipppunkt noch nicht erreicht, noch sind die Chancen, die für Kritik und Widerstand in einer Krise stecken, nicht endgültig vertan. Deswegen ist eine Analyse notwendig, die sich keine Illusionen macht, aber auf «tätige Hoff- nung» (Bloch) nicht verzichtet. Dafür liefert das vorliegende Buch Material und Ansatzpunkte.
Weiterführende Links