Windeln im Wind

Bezeichnung Wert
Titel
Windeln im Wind
Untertitel
Gedichte
Verfasserangabe
Roswitha Holzknecht-Stricker
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Wildermieming
Jahr
Umfang
58 S.
ISBN13
978-3-9502412-9-7
Annotation
Manchmal genügt eine Wortinsel, um einen ganzen Lebenslauf zu dokumentieren. Windeln im Wind ist so eine lyrische Fügung, die sofort heftige Bilder evoziert. Veränderung steht vor der Tür, das Wetter schlägt vielleicht um, Wind kommt auf und peitscht die Windeln auf, die geometrisch abgeklärt im Freien hängen. Roswith Holzknecht-Strickner widmet ihren Gedichtband ihren vier Söhnen, die immer wieder Auslöser von Gedankengängen sind. Es geht um Schwangerschaften, erotischen Tiefgang, Herz für die Zukunft und das Warten, bis die Kinder groß sind. Manchmal sind die Gedichte als Gespräch zwischen Mutter und ungeborenem Kind angelegt, die beiden schnurren und schwätzen wie Verliebte, es geht um Vorbereitungen für das erwartete Kind, um großen Segen für den Glückstern, als der das Kind wohl auf die Welt kommen mag. Schlaf-Lieder, Märcheneinstiege für eine gute Nacht, idyllische Anrufungen von Wolken und Gras erzeugen jenen feinen Singsang, den wir einst als Kind gehört haben und der uns ein Leben lang beruhigt. "Wolken // Manchmal sind sie weiße Boote, / manchmal schwarze Kutter, / manchmal Abenschiffe, rote. // Oft zieh'n sie als Schwäne, zwölfe, / und wandeln sich im Handumdreh'n / in ein wildes Rudel Wölfe. // Eine Wolke geht hochschwanger / durch des Himmels breiten Anger. / Bald darauf kehrt sie zurück, / ihr Wölkchen auf dem Arm, voll Glück. // Da treibt ein jäher Wind / sie in es Himmels blauen Spind. / Was tut sie dort, um Himmelswillen! / Ihr neu gebor'nes Wölkchen stillen?" (55) Der idyllische Reim und die Harmonie der Verse versuchen durchgehend fröhliche Stimmung aufkommen zu lassen. Die Gedichte sind für eine allein erziehende Mutter angelegt und setzen immer dort ein, wo das Kind schon im Mittelpunkt einer lyrischen Schwangerschaft zu liegen gekommen ist. Warum es zu diesen Schwangerschaften kommt, was der Sinn des Gebärens ist, ob es vielleicht auch einen Vater gibt, der diesen lyrischen Sturm auslöst, das alles ist nicht Thema dieser Gedichte. Manche Zeilen sind plakativ schön wie gestickte Wandtücher, die das häusliche Idyll beschwören und vielleicht auch Mantra-mäßig unterstützen. Zarte Schwarz-weiß-Fotografien von Defner, worin Kinder um den Stubenwagen aufgestellt sind, das Kleinkind in der Wippe begutachten oder die Sonne auf die Schenkel eines Säuglings scheint, untermalen die fröhliche Stimmung einer glücklichen Kindheit. Auf Seite 44 schließlich hängen diese Windeln im Wind, eine satte Aufnahme eines schwer-blütigen Frühlingstages, der Hang ist übersät von Blumen und Aufbruchsstimmung im Geäst, zwischen die Stämme von blühenden Obstbäumen sind Wäscheleinen gespannt: Frohsinn, Helligkeit, Windeln im Wind. Helmuth Schönauer

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