Zucker
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Zucker
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| Untertitel |
Roman
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| Verfasserangabe |
Ursula Knoll
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| Medienart | |
| Sprache | |
| Person | |
| Auflage |
1. Auflage
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| Verlag | |
| Ort |
Wien
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| Jahr | |
| ISBN13 |
978-3-99065-126-1
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| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Monika Roth; Ein äußerst spannender Roman, der anhand diverser weiblicher Lebensgeschichten die Sozialgeschichte eines polarisierenden Lebensmittels über zwei Jahrhunderte verhandelt. (DR) Ursula Knoll widmet sich in ihrem zweiten Roman der Sozial- und Kulturgeschichte des Lebensmittels Zucker erzählt anhand von fünf Frauenschicksalen und angesiedelt im Zeitraum von 1830 bis zur Gegenwart. Ausgangspunkt für Knolls Auseinandersetzung mit dem Thema war ein Besuch im Berliner Technikmuseum, wo ein ganzes Stockwerk dem Zucker gewidmet ist. Die Autorin spinnt eine Geschichte, die von der »picksüßen« Liebesbeziehung der Österreicherin Paula sie steht für den Rübenzucker und der Engländerin Frances mit karibischen Wurzeln sie repräsentiert die koloniale Geschichte des Zuckerrohrs ausgeht. Rund um diese beiden entfaltet sich die facettenreiche Darstellung des Zuckers und seiner Wirkung auf das Leben von fünf exemplarischen Frauen. Da ist die historische Figur Mary Prince, ehemalige Sklavin auf einer karibischen Zuckerrohrplantage, die in den 1830er-Jahren ihre Autobiografie veröffentlichte und damit entscheidend zur Abschaffung der Sklaverei beitrug. Dita, Arbeiterin in einer Wiener Kolonialzucker-Raffinerie, beteiligt sich wiederum 1848 am Arbeiteraufstand und kommt nach ihrer Flucht ins westungarische Hirm (heute Burgenland) erst in einer Rübenzuckerfabrik, dann im Haushalt einer Zuckerfabrikantenfamilie wieder mit dem Nahrungsmittel in Kontakt. Dort begegnen wir Mathilde, einer historisch belegten Figur aus besagter Fabrikantenfamilie, die mit ihrem Mann Conrad Patzenhofer in Siegendorf eine Rübenzuckerfabrik aufbaut. Sie emanzipiert sich als Unternehmerin, muss jedoch zugleich mit den engen Grenzen zurechtkommen, die bürgerlichen Frauen im 19. Jahrhundert gesetzt waren. Schließlich sind die Leser*innen wieder bei Paula angekommen, einer Nachfahrin von Mathilde, die sich als 17-Jährige in London in Frances verliebt und später in Wien als Chemikerin an der Entwicklung einer Zuckerbatterie mitarbeitet. In der Gegenwart des Romans hält Paulas Tochter ein Schulreferat, das anhand ihrer Familiengeschichte die soziale und gesellschaftliche Rolle des Zuckers über die Jahrhunderte hinweg untersucht. Ein (stellenweise) historischer Roman, der ganz nebenbei auch die Geschichte weiblicher Emanzipation thematisiert spannend bis zur letzten Seite, äußerst informativ und ein echter Lesegenuss. |
| Altersbeschränkung |
0
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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bibliothek st. martin |
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