Neuer Reichtum und alte Armut

Bezeichnung Wert
Titel
Neuer Reichtum und alte Armut
Untertitel
zwischen Raffgesellschaft und Solidargemeinschaft
Medienart
Person
Verlag
Ort
Düsseldorf
Jahr
Umfang
160 S.
Schlagwort
Annotation
Mit der vorliegenden Studie benennt der Professor für Politikwissenschaften in Bochum konkrete Zahlen über Armut und Reichtum in der BRD. Er spricht von einer "sozialen Polarisierung" der Gesellschaft: 2 Mio. Arbeitslosen und 4,2 Mio. Sozialhilfeempfängern stehen knapp eine Million "Reiche" gegenüber - wobei als "reich" bezeichnet wird, wer das Durchschnittshaushaltseinkommen (in der BRD derzeit ca. 4.000 DM) um mehr als das Doppelte übersteigt, analog der Festlegung der Armutgrenze, die mit 50% des Durchschnittseinkommens angesetzt wird. Markant ist die zunehmende Marginalisierung junger Erwachsener, 370.000 Jugendliche gehen nach ihrem Schulabschluß direkt zur Sozialhilfe, ohne je Arbeit gehabt zu haben. Die Folgen sind bekannt: Resignation, Zunahme der Gewaltbereitschaft, Abdriften in den Rechtsradikalismus. Im zweiten Teil bemüht sich Huster um eine historisch und sozialethisch fundierte Rechtfertigung der (Um)-Verteilungsfunktion des Staates (der "Belastung der Leistungsstarken") im Sinne der Wahrung des gesellschaftlichen Friedens und fordert dabei auch die Kirchen auf, sich in die Diskussion einzubringen.