Extrem

Bezeichnung Wert
Titel
Extrem
Verfasserangabe
Helga Peskoller
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Wien
Jahr
Umfang
310 S.
Schlagwort
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Renate Langer; #Von Extremerfahrungen beim Klettern und Bergsteigen. (VS)##Was treibt Menschen wie Reinhold Messner immer wieder in die Todeszone? In welche körperlichen und seelischen Grenzzustände gerät man in den eisigen, lebensfeindlichen Höhen? Was macht Schmerzen und Gefahren so attraktiv, dass viele Alpinisten geradezu süchtig danach werden? Unterscheiden sich Männer und Frauen in ihrem Verhältnis zum Berg? In den hier gesammelten Aufsätzen, Vortragsmanuskripten und (als "Einstieg" besonders zu empfehlenden) Gesprächsprotokollen untersucht die Innsbrucker Kulturwissenschaftlerin Helga Peskoller diese Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln und mit etlichen Wiederholungen. Dabei schöpft sie nicht nur aus vielseitigem Theoriewissen, sondern auch aus ihren eigenen Erinnerungen. Als Tochter einer Hüttenwirtin im Karwendel ist sie seit ihrer Jugend selbst geklettert und hat dabei festgestellt: "Klettern ist etwas, das man nicht halb machen kann." Wenn man es so wie die Autorin mit vollem Einsatz betreibt, dann begibt man sich in Erlebnisbereiche, die sich der Beschreibung entziehen. Peskoller umkreist diese außersprachlichen Erfahrungen in sprödem Stil, aber mit größtmöglicher Präzision, ohne sich hinter der bei (männlichen) Bergsteigern so häufigen heroischen Selbststilisierung zu verschanzen. - Die Buchgestaltung lässt allerdings zu wünschen übrig. Briefmarkengroße Illustrationen sind nicht dazu geeignet, einen Eindruck von der Erhabenheit des Hochgebirges zu vermitteln, und die Mikroschrift der an sich lesenswerten, zum Teil seitenlangen Anmerkungen bedeutet für die Augen mindestens Schwierigkeitsgrad VIII.